Über mich

© 2014-2016 Poppy J. Anderson

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Als kleines Mädchen wollte ich mich zu Karneval partout nicht als Prinzessin verkleiden, sondern trieb meine Mutter vermutlich in den Wahnsinn, weil ich ein Pirat, ein Vampir oder ein Elefant sein wollte. Mit rosafarbenen Kleidern konnte ich mich ebenfalls nicht anfreunden und schaute mit meinem Vater lieber die Sportschau, als dass ich im Kleiderschrank meiner Mutter Modenschau gespielt hätte.

Dennoch ist aus mir eine Liebesromanautorin geworden - komisch, nicht wahr?

 

Rosafarbene Kleider mag ich heute immer noch nicht, besitze jedoch mehr hochhackige Schuhe, als ich aufzählen könnte, auch wenn ich lieber in ausgetretenen Turnschuhen durchs Leben stolpere. Im Ballettunterricht, den ich glücklicherweise niemals besuchen musste, wäre ich ganz bestimmt das Mädchen gewesen, das sich kopfüber von der Ballettstange abgeseilt hätte, und auf jedem Debütantinnenball des 19. Jahrhunderts wäre ich sehr wahrscheinlich negativ aufgefallen, da meine Lache nicht zu überhören ist. Schon meine Oma hat immer gesagt, dass man bis zu meinen Mandeln sehen könne, wenn ich lache.

Wie Sie sich denken können, bin ich eher etwas unkonventionell und finde es spannend, wenn Menschen ungewöhnlich sind. Das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass meine Heldinnen meistens außergewöhnliche Namen haben und ihren eigenen Kopf besitzen. Nichts empfinde ich langweiliger als gezierte Frauen, die glauben, sich damenhaft benehmen zu müssen.

 

Ende 2012 hatte ich eigentlich eine völlig andere Karriere im Sinn und wollte nach meinem Studium der Geschichtswissenschaft und Germanistik und nach einem Exkurs in die Schullandschaft meine Dissertation schreiben und als Wissenschaftlerin arbeiten. Dann jedoch hörte ich zum ersten Mal das magische Wort "Selfpublishing" und veröffentlichte einen Roman nach dem anderen - viele befanden sich seit Urzeiten (na ja, soooo alt bin ich auch noch nicht) in meiner Schreibtischschublade.

 

Im November 2014 erschien der erste Roman meiner "New York Titans-Reihe" bei Rowohlt und im März 2015 durfte ich mich die erste deutsche Selfpublisherin nennen, die über eine Million Ebooks verkauft hatte. Für jemanden, der auf dem Weg zum Einkaufen auf die glorreiche Idee kam, den ersten Roman "Touchdown fürs Glück" zu nennen, und sich beim Anblick eines Gewürzregals entschloss, aus diesem einen Roman eine Reihe zu machen, war diese Zahl ein absoluter Meilenstein. Überwältigt war ich zudem im Mai 2015, dass mein Roman "Küss mich, du Vollidiot" den LoveLetter Award als bester zeitgenössischer Liebesroman des Jahres 2014 gewann und ich auf den zweiten Platz der Kategorie "Bester Autor" kam.

 

Wenn ich nicht schreibe, was ziemlich selten der Fall ist, verbringe ich meine Zeit mit meinen Hunden Anton & Zipi (ich würde auch etwas mit Menschen unternehmen, doch anscheinend bin ich ein sehr langweiliger und humorloser Mensch), mache ich Reisepläne, koche und komme auf so merkwürdige Ideen, wie an einem Tough Mudder teilzunehmen.

 

Ansonsten lese ich für mein Leben gern und bin am liebsten mit meinen Freunden zusammen (glücklicherweise gibt es ein paar Exemplare, die mich doch ganz lustig finden).